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Frequenzen

Verfügbarer Frequenzraum für drahtlose Mikrofone

Der Einsatz eines Funkmikrofons erfolgt hauptsächlich im UHF-Sendeband. Die Frequenzbereiche in diesem Band, in denen die Verwendung zulässig ist, sind:

Frequenzübersicht für Deutschland 470 - 2483 MHz (Stand 2016)

1. Bisherige Situation:

Allgemeinzuteilung von Frequenzen für drahtlose Mikrofone

Das Gesetz, nachzulesen im § 55 des Telekommunikationsgesetzes, trat am 01. Januar 2006 in Kraft und war bis zum 31.12.2015 befristet. Zwischenzeitlich wurden mit der "Digitalen Dividende I + II" einige Korrekturen vorgenommen, die die Übertragung von Drahtlosmikrofonen, Gitarrensendeanlagen und In-Ear-Anlagen betreffen.

Durch die verstärkte Verbreitung des Digitalfernsehens DVB-T (Digital Video Broadcasting Terrestrial) sind einige Frequenzbereiche durch den Wegfall der analogen Fernsehfrequenzen frei geworden, die das Bundesministerium für Wirtschaft als "digitale Dividende" für kabelloses Breitbandinternet, LTE (Long term Evolution), freigegeben hat. Der betroffene Frequenzbereich liegt im Bereich 790 – 862 MHz. Dieser wurde im Mai 2010 an Mobilfunkunternehmer verkauft. Bis dahin wurde der Frequenzbereich seit 2006 verstärkt für Drahtlose Übertragungssysteme wie Mikrofon- und Instrumentenfunk sowie für kabellose In-Ear-Systeme genutzt. Während des Ausbaus der Infrastruktur durften die Drahtlossysteme weiterhin genutzt werden. Seit dem 01.01.2016 musste der Betrieb dieser Systeme endgültig eingestellt werden.

2. Die digitale Dividende II:

Durch Druck der arabisch- und afrikanischen Staaten wurden seit 2012 auf der Weltrundfunkkonferenz WTC die Weichen für den Verkauf des 700 MHz-Bereichs (694 – 790 MHz) gestellt. Diese Länder profitieren durch die höhere Wellenlänge der Frequenzen, da sich der LTE-Ausbau kostengünstiger umsetzen lässt. D.h. es werden weniger Funkmasten für größere Flächen benötigt. Das digitale Fernsehen DVB-T wird durch DVB-T2 abgelöst, wodurch das Frequenzband 700 MHz wieder frei wird.

Im August 2015 wurden die Frequenzen in Deutschland als erstes Land in Europa an die drei großen Mobilfunkunternehmer versteigert. Sobald DVB-T das Feld geräumt hat, kann mit dem Ausbau für LTE begonnen werden. Das wird voraussichtlich ab 2017 geschehen.

3. Was bedeutet das für die Verwendung von Drahtlossystemen?

Der Bereich 790 – 862 MHz durfte bis zum 31.12.2015 für Drahtlosanlagen weiterhin uneingeschränkt verkauft und betrieben werden. Seit dem 01.01.2016 ist der Betrieb untersagt.

Der Bereich 710 – 790 MHz, der nach der digitalen Dividende I für professionelle Funkanwendungen vorgesehen wurde, konnte von den Betreibern noch bis zum 31.12.2016 uneingeschränkt verwendet werden. Danach darf er verwendet werden, sofern keine Störungen durch LTE auftreten. Ob die Duplexlücke zwischen 733 – 758 MHz allgemein zugeteilt wird, ist noch nicht entschieden, darf aber aktuell so auch nach 2016 verwendet werden.

Der ISM-Bereich 863 – 865 MHz ist von all dem nicht betroffen und darf auch nach dem 31.12.2015 uneingeschränkt verwendet werden. Jedoch kann es vorkommen, dass es durch den Ausbau des Drahtlosinternets zu Störungen bis hin zum Ausfall der Drahtlossysteme kommen kann.

Das Frequenzband 694 – 733 MHz wird ab 2017 zum Downlink und 758 – 788 MHz zum Uplink für LTE fällt also für den Betrieb von Funkanlagen weg.

4. Auf welche Frequenzen kann man in Zukunft ausweichen und fallen dabei Kosten an?

Die Duplex-Lücken

Die sogenannten Duplex-Lücken sind die Bereiche zwischen dem LTE Up- und Downlinkbereich. Dieser bleibt frei, um mögliche Frequenzstörungen bzw. Überschneidungen zu vermeiden.

Die Bundesnetzagentur hat im Februar 2011 den Bereich von 823 – 832 MHz für die Nutzung von Funkmikrofonen freigeben. Nachzulesen auf der Seite von der Bundesnetzagentur unter der Verfügung Vfg. 02/2015.

Die Verwendung von Funkmikrofonen ist freigegeben bis zu einer Sendeleistung von 50 mW Handsender und 100 mW Taschensender, und wird kostenlos und anmeldefrei nutzbar sein bis zum 31.12.2025.

Auch wird es eine Duplex-Lücke im Bereich 733 – 758 MHz geben die weiterhin für Funkmikrofone verwendet werden kann.

Der Frequenzbereich 1785 – 1805 MHz

Diese Duplexlücke von 1,785 – 1,805 GHz darf für die Nutzung von Funkmikrofonen (ländlicher Mobilfunk) verwenden werden. Auch dieser Bereich bleibt anmelde- und gebührenfrei und wurde begrenzt bis zum 31.12.2025. Nachzulesen unter der Vfg. 03/2015.

Der Frequenzbereich 2,4 GHz

Weltweit anmelde- und gebührenfrei ist der 2,4 GHz Bereich. Einige Anbieter bieten inzwischen Funksysteme im 2,4 GHz Bereich an. Durch die digitale Funkübertragung kann eine sehr hohe Audioqualität erreicht werden, da keine Compander notwendig sind. Da sich aber die Funkanlagen den Bereich mit W-Lan teilen, kann es zu Aussetzern bis zum kompletten Ausfall von W-Lan kommen. Die Reichweite ist geringer als bei herkömmlichen UHF Systemen.

5. Was passiert mit dem europaweit harmonisierten Frequenzbereich 863 – 865 MHz?

Hier ändert sich nichts. Auch nach 2016 kann dieser Bereich anmeldefrei genutzt werden. Dieser Bereich ist besonders empfehlenswert für Anwender, die nur wenige Funksysteme betreiben wollen.

6. Der Frequenzbereich 490 – 694 MHz

Aktuell werden Funkanlagen im Bereich 490 – 694 MHz für den Betrieb von PMSE (Program Making and Special Events) zugelassen, allerdings nur nach Anmeldung. Die Anmeldung kostet einmalig 130,- €, egal wie viele Funksysteme beantragt werden. Zusätzlich wird pro Sender eine Jahresgebühr von ca. 10,- € erhoben. DVB-T vor Ort muss berücksichtigt werden.

Beispiel Kosten Einzelzuteilung: Kauf von zwei Funkmikrofonen im Frequenzbereich 490 – 694 MHz.

Kosten: Anmeldung 130,- €
Jahresgebühr für zwei Sender ca. 20,- €
Gesamt ca. 150,- €

Bei Anschaffung und Anmeldung weiterer Funksysteme im gleichen Jahr wird die Hälfte der Anmeldekosten erhoben, d.h. 65,- €.

7. Der VHF-Bereich 174 – 230 MHz

Mit der Verfügung Vfg 59/2015 hat die Bundesnetzagentur den Betrieb von VHF-Drahtlosstrecken wieder freigegeben. D.h. VHF Anlagen können bis 50 mW anmelde- und gebührenfrei verwendet werden.

Die Zuteilung ist bis Ende 2025 befristet.

8. Wo melde ich an?

Die Anmeldung erfolgt bei der zuständigen Außenstelle der Bundesnetzagentur. Nach der ordnungsgemäßen Anmeldung erhält man von der Bundesnetzagentur eine schriftliche Bestätigung. Die Jahresgebühren für die folgenden Nutzungsjahre werden ebenfalls von der Bundesnetzagentur erhoben. Hier finden Sie ein Formular zur Anmeldung.

Was mache ich, wenn ich im Laufe des Jahres zeitversetzt mehrere Funksysteme kaufe?

Wenn Sie innerhalb eines Jahres weitere Funksysteme kaufen, können Sie einen Änderungsantrag Ihrer bestehenden Anmeldung bei der Bundesnetzagentur stellen. Dieser Änderungsantrag kostet die Hälfte der normalen Anmeldegebühr.

Gibt es die Möglichkeit von befristeten Einzelzuteilungen für Tourneen in anderen Frequenzbereichen?

Für Tourneen ist es möglich, eine befristete Einzelzuteilung zu beantragen. Zugeteilt werden Frequenzen nach Bedarf im Bereich 470 -– 865 MHz, allerdings nur die, die an den jeweiligen Orten verfügbar sind.

Nach Ende der Tour erlischt die Zuteilung. Kosten: Einmalig 130,- € für den Antrag, plus die anteilige Jahresgebühr von ca. 10,- € pro Sender.

Wie verhält sich die Situation bei Festinstallationen?

Für Festinstallation sind Frequenzen im Bereich von 470 -– 865 MHz nach Absprache mit der Bundesnetzagentur nutzbar. Bevorzugt werden aber Frequenzen zwischen 470 -– 710 MHz vergeben. Anmeldung und Kosten sind für diese Einzelzuteilung wie im obigen Beispiel beschrieben.

Öffentliche Einrichtungen

Öffentliche Einrichtungen deren Ausgaben (auf Grund gesetzlicher Verpflichtung) ganz oder teilweise aus dem Haushalt des Bundes getragen werden, sind von den Gebühren und Beiträgen entsprechend dem Bundesgebührengesetz (BGebG) befreit! Ein entsprechender Fragebogen muss ggf. ausgefüllt werden. Kirchliche Einrichtungen gehören hier nicht dazu.

Entschädigungszahlungen vom Bund

Durch den erneuten Wegfall von Frequenzen für PMSE hat der Staat zugesagt, Entschädigungszahlungen für Kunden zu leisten, die Funkanlagen zwischen dem 01.01.2012 und dem 31.03.2015 angeschafft haben. Es werden auch nicht kommerzielle Anwender berücksichtigt, die zwischen dem 01.01.1997 und dem 31.03.2015 investiert haben.

Der Bund hat die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen dazu beauftragt (dort auch nachzulesen und zu beantragen).

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